- Milchproduktion
Es kann eine Weile dauern, bis deine Milchproduktion in Gang kommt, und es kann sein, dass du in den ersten Tagen nur wenig oder gar keine Milch produzierst. Besonders nach einem Kaiserschnitt kann es etwas länger dauern, bis die Milch fließt.
Eine geringe Milchproduktion kann auch andere Ursachen haben: unregelmäßiges oder unzureichendes Stillen, eine ungeeignete Anlegetechnik, gesundheitliche Probleme bei dir als Mutter, Stress, Müdigkeit oder die Zufütterung mit Flaschennahrung. Wende dich an deine Hebamme oder eine Stillberaterin – sie kann dir helfen, wenn du das Gefühl hast, dass du (zu) wenig Milch produzierst.
- Abpumpen und Arbeiten
Nach dem Mutterschutz wieder an den Arbeitsplatz zurückzukehren und gleichzeitig zu stillen, kann eine ziemliche Herausforderung sein. Du kannst dein Baby jetzt nicht mehr den ganzen Tag selbst füttern. Um deine Milchproduktion aufrechtzuerhalten, kannst du mit einem guten Zeitplan und einer Abpumppumpe arbeiten. Du hast Anspruch auf Zeit zum Abpumpen während der Arbeit, und es sollte auch ein geeigneter Raum dafür zur Verfügung stehen. Sprich mit deinem Arbeitgeber darüber, was in diesem Bereich möglich ist.
Was tun, wenn das Stillen nicht klappt?
Was ist, wenn du dich gegen das Stillen entschieden hast, wenn du es versucht hast und nicht damit klarkommst, oder wenn du alles in deiner Macht Stehende getan hast, aber es einfach nicht geklappt hat? Dann ist das auch in Ordnung! Das Wichtigste ist, dass du und dein Baby gesund und glücklich seid. Was auch immer der Grund dafür war, mit dem Stillen aufzuhören – manchmal ist es nicht leicht, das zu akzeptieren. Sei nicht zu streng mit dir selbst, denn das Scheitern beim Stillen sagt nichts über deine Fähigkeiten als Mutter oder über die Bindung zu deinem Baby aus. Wenn du es emotional als schwierig empfindest, kann es helfen, darüber zu sprechen – mit deinem Partner, mit Freunden, Familienmitgliedern oder mit Fachleuten.
Wichtig zu wissen
Es ist wichtig, daran zu denken, dass jede Mutter und jedes Baby einzigartig sind. Was bei deiner Schwester, Nachbarin oder Freundin funktioniert, muss nicht auch bei dir funktionieren – und umgekehrt. Sei stolz auf dich – du gibst dein Bestes, und das ist es, was am Ende zählt. Entspann dich, genieße diese besondere gemeinsame Zeit, aber versuche auch zu akzeptieren, wenn die Dinge nicht so laufen, wie du es dir vorgestellt hast – oder wenn du während der Stillzeit deine Pläne ändern musst, weil es einfach nicht so klappt, wie du es dir wünschst.