Unsere Reise nach Jamaika mit Baby und Kleinkind

Im vergangenen Jahr haben wir eine wunderschöne Fernreise mit unserem Baby und unserem Kleinkind gemacht. Unsere Töchter waren damals 2 Jahre und 5 Monate alt. Unsere Reise führte uns vom 30. Oktober bis zum 14. November nach Negril auf Jamaika.

Wir reisen sehr gerne und Jamaika stand schon lange auf unserer Wunschliste. Was uns an der Karibik besonders reizte, waren Sonne, Meer und die Musik berühmter Reggae-Künstler wie Bob Marley.

Von vielen Menschen in unserem Umfeld hörten wir, dass es mutig sei, mit zwei kleinen Kindern so weit zu fliegen. Oft wurde auch gesagt, dass die Kinder sich später ohnehin kaum an den Urlaub erinnern würden. Für uns war der lange Flug jedoch kein Hindernis. Wir waren überzeugt, dass auch die Kinder die Reise genießen würden.

Gemeinsam als Team haben wir uns für dieses Abenteuer entschieden und sind stolz darauf, dass wir es gewagt haben. Bereits zuvor hatten wir mit unserer ältesten Tochter Fernreisen auf die Malediven und nach Ägypten unternommen.

Gastblogger
Els
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Wie verlief die Abreise?

Am 30. Oktober 2023 klingelte unser Wecker bereits um 3:30 Uhr morgens. Wir wohnen in der Provinz Zeeland und die Fahrt zum Flughafen Amsterdam Schiphol dauert etwa zwei Stunden.

Wir machten uns für die Abreise bereit: die letzten Dinge in den Koffer packen, die Kinder wecken und gemeinsam frühstücken. Als alles verladen war, war es 5:15 Uhr und wir fuhren zum Parkplatz, auf dem wir unser Auto abgestellt hatten.

Da wir einen internationalen Flug gebucht hatten, mussten wir drei Stunden vor Abflug am Flughafen sein. In Schiphol checkten wir für unseren Flug mit TUI Fly nach Montego Bay ein. Glücklicherweise kamen wir schnell durch die Sicherheitskontrolle.

Am Flughafen trugen wir unsere jüngste Tochter in der Trage, während die ältere Tochter im Buggy saß. Dank der Trage mussten wir nicht zusätzlich einen Kinderwagen mitnehmen. Wir wickelten die Mädchen noch einmal, tranken einen Kaffee bei Starbucks und machten uns anschließend auf den Weg zum Gate, denn unser Flug sollte um 10:54 Uhr starten.

Der Flug mit zwei kleinen Kindern

Nach dem Boarding wurden wir mit einem Bus zum Flugzeug gebracht. Schnell noch ein Foto machen und dann ging es an Bord. Die Crew war sehr hilfsbereit und freundlich.

Der Flug dauerte 10 Stunden und 40 Minuten. Unsere älteste Tochter hatte einen eigenen Sitzplatz, während die Jüngste auf unserem Schoß saß. Die Große hat sich während des Fluges hervorragend beschäftigt. Von einer Flugbegleiterin bekam sie ein Ausmalbild mit Buntstiften sowie einige kleine Geschenke, darunter eine Papiermütze von TUI Fly. Zwischendurch sind wir auch ein paar Mal durch das Flugzeug gelaufen.

Unsere jüngste Tochter hat den Großteil des Fluges verschlafen und sich zwischendurch neugierig umgeschaut. Meistens lag sie gemütlich bei ihrem Papa auf dem Schoß. Für einen so langen Flug hatte sie genau das richtige Alter: viel schlafen und die Umgebung beobachten.

Für beide Kinder hatten wir ihre Lieblingskuscheltiere eingepackt, was ihnen ein vertrautes und sicheres Gefühl gab.

Eine echte Herausforderung war allerdings das Wickeln im Flugzeug. In den Toiletten gibt es zwar einen ausklappbaren Wickeltisch, dieser ist jedoch recht klein und die Kinder können leicht herunterrollen. Außerdem ist der Platz sehr begrenzt, was das Wickeln zusätzlich erschwert.

Wenn du mit deinem Kind fliegst, empfehlen wir dir, deine Wickel- und Handgepäcktasche gut zu organisieren. So musst du nicht alles durchsuchen, wenn du beispielsweise schnell eine Windel benötigst. Außerdem solltest du ausreichend Wechselkleidung einpacken. Man weiß nie, ob etwas ausläuft oder ein Getränk verschüttet wird.

Ankunft in Montego Bay

Nach unserer Ankunft auf Jamaika begann der Landeanflug auf den Sangster International Airport. Die Mädchen blieben während der Landung ganz ruhig.

Nachdem das Flugzeug zum Stillstand gekommen war, wurden die Türen geöffnet und wir konnten aussteigen. Anschließend mussten wir durch die Sicherheitskontrolle und zur Passkontrolle.

Unsere älteste Tochter hatte nach der langen Reise verständlicherweise genug und ließ den gesamten Flughafen daran teilhaben. Sie schrie laut und warf ihr Kuscheltier durch die Gegend. Wir versuchten, sie abzulenken, indem wir sie auf den Arm nahmen und ihr die Umgebung zeigten, zum Beispiel die Berge in der Ferne.

Unsere jüngste Tochter schlief währenddessen friedlich in meiner Trage und bekam von alldem glücklicherweise nichts mit.

Wir waren erleichtert, als wir endlich zum Transferbus gehen konnten. Für die Reise hatten wir ziemlich viel Gepäck dabei: drei vollgepackte Koffer, ein faltbares Reisebett mit separater Matratze, zwei Handgepäcktaschen und zusätzlich unsere vier Jacken.

Nach dem Flug stand uns außerdem noch eine zweieinhalbstündige Fahrt nach Negril bevor, in einem kleinen und voll besetzten Bus. Mein Mann setzte sich mit den Kindern nach vorne, da dort etwas mehr Platz war. Glücklicherweise schliefen beide Mädchen während der Fahrt.

Währenddessen konnten wir die wunderschöne Landschaft Jamaikas bewundern. Der Zeitunterschied zu den Niederlanden beträgt sieben Stunden.

Als wir schließlich im Hotel ankamen, war unsere älteste Tochter endgültig am Ende ihrer Kräfte. Wir gingen noch etwas essen und fielen anschließend alle erschöpft ins Bett.

Unser Aufenthalt auf Jamaika

Wir übernachteten im Hotel RIU Palace Tropical Bay. Nach unserer Ankunft checkten wir zunächst an der Rezeption ein. Anschließend erhielten wir den Schlüssel für unser Zimmer und konnten noch zu Abend essen. Danach gingen wir direkt schlafen.

Unsere jüngste Tochter hatte am meisten mit dem Jetlag zu kämpfen. Nachts wachte sie wieder für ein Fläschchen auf, obwohl sie das zu Hause schon lange nicht mehr gemacht hatte.

In den darauffolgenden Tagen genossen wir die Sonne, das Meer, den Pool und natürlich auch einen „Rum Punch“, einen typischen jamaikanischen Cocktail.

Eines der schönsten Erlebnisse hatten wir am Strand. Unsere jüngste Tochter saß auf meinem Schoß, als ein Jamaikaner vorbeikam und „No Woman, No Cry“ von Bob Marley auf seiner Gitarre spielte und sang. Unsere Tochter strahlte über das ganze Gesicht und mir schossen die Tränen in die Augen. Es war ein ganz besonderer Moment und einer dieser Augenblicke, die man nie vergisst.

Später machten wir noch einige Fotos und buchten über eine TUI-Mitarbeiterin im Hotel verschiedene Ausflüge.

Black River und die YS Falls

Am Tag unseres Ausflugs wurden wir früh am Hotel abgeholt. Als der Kleinbus ankam, rief die Reiseleiterin unseren Namen. Sie war eine fantastische Frau, machte viele Witze und wusste unglaublich viel über Jamaika.

Unser erstes Ziel war der Naturpark mit den YS Falls, der etwa zwei Stunden Fahrt entfernt lag. Während der Fahrt kümmerte sich jeder von uns um eines der Kinder, sodass wir die Aufgaben gut aufteilen konnten.

Unsere älteste Tochter war von der Umgebung beeindruckt und schaute neugierig aus dem Fenster. Zwischendurch schlief sie immer wieder ein, genauso wie ihre kleine Schwester.

Für die Fahrt hatten wir Babynahrung und abgekochtes Wasser mitgenommen, damit wir unterwegs ein Fläschchen zubereiten konnten. Auf den holprigen Straßen Jamaikas war das allerdings gar nicht so einfach. Auch das Wickeln erledigten wir während der Fahrt im Bus.

Als wir angekommen waren, wurden wir mit einem Traktor den Berg hinaufgebracht. Wir vereinbarten einen Treffpunkt und konnten den Park anschließend auf eigene Faust erkunden.

Wir kletterten zu den Wasserfällen, badeten im natürlichen Wasser und verbrachten anschließend noch etwas Zeit am Pool. Danach trafen wir uns wieder mit der Gruppe und fuhren zum Mittagessen.

Bei einem lokalen Restaurant bekamen wir Reis, Hähnchen und Gemüse serviert. Anschließend ging es weiter zum Black River.

Dort machten wir eine Bootsfahrt auf dem Fluss und konnten sogar Krokodile beobachten. Das war wirklich beeindruckend!

Nach dem Ausflug kehrten wir zum Bus zurück und fuhren wieder ins Hotel.

Hotel

An den Tagen, an denen wir keinen Ausflug machten, blieben wir im Hotel. Dort wurden wir von sehr lieben Mitarbeiterinnen bedient, die Mädchen waren ganz verrückt nach ihnen. Wir hatten All-inclusive gebucht und konnten essen und trinken, was wir wollten.

Dunn’s River Falls und das Haus von Bob Marley

Für diesen Ausflug mussten wir schon früh am Morgen bereitstehen. Wir wurden am Hotel abgeholt. Mit dem Kleinbus fuhren wir zuerst zu anderen Hotels, um weitere Gäste abzuholen. Danach hielten wir an einem kleinen Laden, in dem man verschiedene Dinge kaufen konnte. Wir kauften einen Becher und Wasserschuhe.

Anschließend ging es weiter zu den Wasserfällen. Wir mussten ein Stück laufen und unten angekommen konnte man vom Strand aus durch den Wasserfall nach oben klettern. Wir sind nicht hochgeklettert, sondern haben uns an den Wasserfall gesetzt.

Danach gingen wir bei einem lokalen Restaurant essen. Dort gab es Reis, Hähnchen und Rohkost. Anschließend fuhren wir hoch in die Berge, wo man die wunderschöne Landschaft Jamaikas sehen konnte.

Als wir beim Haus von Bob Marley ankamen, besuchten wir zuerst einen kleinen Laden eines Einheimischen. Dort konnte man reines Cannabis riechen und kaufen. Der Konsum von Cannabis ist auf Jamaika legal.

Danach gingen wir zum Haus von Bob Marley. Wir mussten einige Treppen hinaufsteigen und oben angekommen gab es eine Bar, an der wir etwas trinken und Fotos machen konnten.

Dann kam der Guide des Bob-Marley-Hauses. Zuerst besichtigten wir das Haus von Bobs Großeltern. Dort sah man Fotos seiner Familie und das Haus, in dem sie gelebt haben. Anschließend gingen wir in einen Raum, in dem alle goldenen Schallplatten von Bob Marley hingen. Außerdem bekamen wir eine kleine Aufführung mit seinen Liedern.

Danach liefen wir weiter den Berg hinauf. Rechts konnte man sehen, wo die Großeltern von Bob Marley ruhen. Oben angekommen sahen wir Bobs Haus und den Stein, auf dem er früher saß. Wir besuchten auch eine kleine Kirche, denn Bob Marley war christlich gläubig. Außerdem gab es noch eine weitere kleine Kirche, in der Bob Marley und sein Bruder ruhen.

Anschließend fuhren wir zurück zum Hotel. Die Rückfahrt dauerte 3,5 Stunden.

Flaschennahrung

Wir stellten fest, dass wir zu wenig Flaschennahrung dabeihatten. Deshalb fragten wir im Hotel, wo wir welche kaufen konnten. Manche wussten gar nicht, ob sie dort verkauft wurde.

Schließlich fuhren wir mit dem Taxi zum Supermarkt und fanden dort tatsächlich Flaschennahrung. Sie wird aus Amerika importiert und kostet dort 100 Dollar. Umgerechnet sind das ungefähr 85 bis 90 Euro.

Rückflug

Dann war der Tag gekommen, an dem unser Urlaub zu Ende ging. Wir wurden mit dem Bus zum Sangster International Airport gebracht. Etwa auf halber Strecke mussten wir anhalten, weil es Probleme mit dem Bus gab. Später stiegen wir in einen anderen Bus um und fuhren weiter zum Flughafen.

Am Flughafen mussten wir einchecken und durch die Sicherheitskontrolle. Der Flughafen war sehr schön, überall sah man Bob Marley. Unser Flug hatte Verspätung, deshalb mussten wir noch etwas warten. Von TUI bekamen wir einen Gutschein, um etwas zu essen. Wir gingen also etwas essen und ehe wir uns versahen, war es Zeit zum Boarding.

Um 18:20 Uhr startete unser Flug. Zuerst flogen wir nach Cancún in Mexiko, um dort weitere Passagiere abzuholen, und anschließend weiter in die Niederlande.

Unser Rückflug war ein Nachtflug. Wir haben die meiste Zeit geschlafen. In Schiphol holten wir unsere Koffer ab und machten uns auf den Weg zum Auto und nach Hause.

Das Reiseziel war fantastisch und kinderfreundlich. Wir und auch die Kinder haben es sehr genossen. Natürlich war es mit den Kindern auch anstrengend, weil man Schlafenszeiten berücksichtigen muss und der Rhythmus anders ist als zu Hause. Aber alles in allem war es die Reise absolut wert. Diese Erinnerung kann uns niemand mehr nehmen.

Tipps für eine Fernreise mit Kindern

Nimm etwas mit, an dem dein Kind hängt, damit es weniger Heimweh bekommt.

Wir hatten eine Decke von zu Hause für das Flugzeug dabei, da es dort manchmal ziemlich kühl sein kann. Außerdem ist es beim Schlafen schön, eine Decke mit dem vertrauten Geruch von zu Hause zu haben.

Nimm ausreichend Essen für den Flug mit und packe viele Lieblingssnacks ein.

Bekommt dein Kind Flaschennahrung, nimm unbedingt genug davon mit. Nicht in jedem Land bekommt man sie leicht oder sie ist sehr teuer.

Nimm einen Buggy mit, in dem dein Kind liegen oder schlafen kann, zum Beispiel beim Spazierengehen oder während des Essens.

Reist du in ein sehr warmes Land? Dann kann eine Trage ziemlich warm werden. Entscheide dich in diesem Fall lieber für einen luftigen Kinderwagen oder Buggy.

Versuche, diese Erfahrung zu genießen. Kinder merken es, wenn du gestresst bist.

Zweifelst du, ob du mit deiner Familie eine Fernreise machen sollst? Wir sagen: Mach es. Sie sind nur einmal so klein und die wunderschöne Kultur und Umgebung sind einfach fantastisch.

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