Du bist im dritten Trimester und der große Tag rückt näher. Vielleicht freust du dich, bist nervös oder einfach nur neugierig: Wie merke ich, ob die Geburt wirklich beginnt? Genau diese Frage beschäftigt viele Schwangere. In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, welche Anzeichen einer Geburt es gibt, welche davon nur vorbereitend sind und wann es ernst wird.
Feine körperliche Anzeichen der Geburt, Tage oder Wochen vorher
Oft sendet dein Körper schon Tage oder Wochen vor der eigentlichen Geburt erste Signale. Zu diesen körperlichen Anzeichen der Geburt gehören zum Beispiel:
- Der Bauch senkt sich, das Baby rutscht tiefer ins Becken
- Du spürst mehr Druck im Rücken oder Becken
- Häufigere Toilettengänge
- Unregelmäßige, meist schmerzfreie Übungswehen
- Der Abgang des Schleimpfropfs
Diese ersten Anzeichen zur Geburt bedeuten nicht zwangsläufig, dass es sofort losgeht, zeigen aber, dass sich dein Körper vorbereitet.
Deutliche Anzeichen für die Geburt
Wenn die Geburt wirklich startet, treten deutlichere Anzeichen von Geburt auf:
- Regelmäßige Wehen, die stärker und länger werden. Sie unterscheiden sich von Übungswehen durch ihren Rhythmus und ihre Intensität.
- Blasensprung: das Fruchtwasser geht ab, entweder als Schwall oder in kleinen Mengen
- Weitere mögliche Signale: Durchfall, Übelkeit oder ein plötzlicher Energieschub. Viele fragen sich: Stechen in der Scheide, Anzeichen Geburt? Ja, auch das kann vorkommen, wenn das Köpfchen auf den Muttermund drückt.
All diese Punkte gelten als klare Anzeichen der Geburt, dein Körper ist bereit.
Was verwirrend sein kann
Nicht alles, was du spürst, ist ein direktes Anzeichen für die Geburt. Viele Schwangere erleben in den letzten Wochen vermehrt harte Bäuche, Unterleibsziehen oder Rückenschmerzen. Auch das Stechen in der Scheide kann häufiger auftreten, ohne dass die Geburt unmittelbar bevorsteht.
Diese Symptome verschwinden oft wieder,besonders nach Ruhe oder einem warmen Bad. Echte Wehen hingegen bleiben bestehen und intensivieren sich. Höre gut auf deinen Körper und frage im Zweifel deine Hebamme.
Wann sollte man die Hebamme oder Klinik kontaktieren?
Es gibt bestimmte Anzeichen zur Geburt, bei denen du dich unbedingt melden solltest:
- Wenn das Fruchtwasser grün oder bräunlich ist
- Wenn die Fruchtblase nachts platzt
- Wenn du unter 37 Wochen schwanger bist und Wehen bekommst (Anzeichen einer Frühgeburt)
- Wenn dein Baby sich weniger bewegt als sonst
Und natürlich, wenn deine Wehen regelmäßig alle fünf Minuten kommen, etwa eine Minute andauern und das über mindestens eine Stunde, dann ist es Zeit, die Geburtseinrichtung zu kontaktieren.
Ein weiteres mögliches Anzeichen für die Geburt ist die sogenannte Symphysenlockerung. Dabei lockert sich die Verbindung zwischen den Beckenknochen, ein natürlicher, aber manchmal schmerzhafter Prozess.
Du bist nicht allein
Unsicher, ob das Ziehen oder das Stechen in der Scheide ein Anzeichen der Geburt ist? In unserer App findest du einen Austausch mit anderen Schwangeren und fundierte Informationen zu Anzeichen einer Geburt, zur Geburt selbst und zur Entwicklung deines Babys nach der Entbindung.
Zusammengefasst:
Wenn dein neugeborenes kein Stuhlgang hatte, ist das nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Achte auf die Gesamtsituation, Trinkverhalten, Verhalten, Urin, Bauchgefühl und scheue dich nicht, bei Unsicherheiten Rat einzuholen. Ob gestillt oder mit Flasche, jedes Baby entwickelt seinen eigenen Rhythmus.

