Nachmittags eine Abkühlung im Pool oder im Urlaub ein paar Tage am Strand, im Sommer zieht es uns mit unseren Kindern massenhaft ans Wasser. Herrlich zur Abkühlung und für garantiert viel Spaß. Doch das Ganze ist nicht ohne Risiko. Denn kleine Kinder können sogar in wenigen Zentimetern tiefem Wasser ertrinken. Worauf solltest du achten? Hier sind ein paar Tipps vom Roten Kreuz.
Was solltest du mitnehmen an den Strand oder ins Schwimmbad?
Wenn du mit deinem Kleinen ans Wasser gehst, ist es natürlich immer eine gute Idee, Schwimmflügel oder eine Schwimmweste mitzunehmen. Achte darauf, dass sie dem Gewicht und Alter deines Kindes entsprechen. Sonst könnten sie verrutschen oder einklemmen. Verwende immer Produkte mit CE-Kennzeichnung. Sorge dafür, dass du Schatten spenden kannst, zum Beispiel mit einem Sonnenschirm oder kleinen Zelt, und nimm vorsichtshalber ein kleines Erste-Hilfe-Set oder ein paar Pflaster mit. Wasserfester Sonnenschutz darf natürlich nicht fehlen – idealerweise ergänzt durch einen UV-Anzug und ein Käppchen oder Hütchen. Beim Spielen oder Schwimmen im offenen Wasser sind Badeschuhe empfehlenswert. Und auch die Sonnenbrille nicht vergessen!
Immer ein Auge auf dein Kind in und rund ums Wasser
Ob du dich nun an einem einsamen Strand oder an einem überfüllten Schwimmbad aufhältst , behalte dein Kind immer im Blick! Versuche, stets in Armlänge Abstand zu bleiben, auch im flachen Wasser. Schwimmhilfen wie Schwimmflügel oder Schwimmwesten sind bei Kleinkindern sinnvoll, ersetzen aber nie deine eigene Aufsicht. Bist du mit deinem Partner oder jemand anderem unterwegs? Dann sprecht euch ab, wer aufpasst, und wechselt euch ab. Wer ist gerade die „Wasserwache“?
So verlierst du dein Kind nicht aus den Augen
Am Wasser kann es ganz schön voll werden. Natürlich achtest du auf dein Kind, aber du kannst auch ein paar Vorsichtsmaßnahmen treffen, falls ihr euch doch einmal aus den Augen verliert. Zieh dir etwas Auffälliges oder Leuchtendes an, woran dein Kind dich schnell erkennen kann, und mach dasselbe bei deinem Kind. Auch ein farbiger Sonnenschirm oder ein buntes Zelt eignen sich gut als Orientierungspunkt. Mach bei Ankunft ein Foto deines Kindes, das du im Notfall der Bade- oder Strandaufsicht zeigen kannst. Ein Armband mit Namen und Telefonnummer ist immer eine gute Idee.
Umgebung prüfen
Schau nach, ob die Umgebung von einer Bade- oder Strandaufsicht überwacht wird, das ist nämlich nicht überall der Fall! Es ist auch sinnvoll, dir den nächstgelegenen Erste-Hilfe-Posten oder die Rettungsschwimmerstation einzuprägen, für den Fall der Fälle. Und prüfe selbst das Wasser, du siehst mit eigenen Augen schon viel: Fühl, ob es warm (oder kalt) ist, schau auf die Wellen. Siehst du viele Quallen im Wasser oder am Ufer? Dann ist es besser, das Meer vorerst zu meiden. Achte immer auf die Fahne am Mast, sie zeigt dir, ob das Baden sicher ist.
Trefft klare Absprachen über Wasserregeln
Hast du ein älteres Kind? Dann trefft gemeinsam Absprachen, was erlaubt ist und was nicht. Bring deinem Kind zum Beispiel bei, dass es immer vorher fragen muss, ob es ins Wasser darf, und dass es nicht einfach ins Schwimmbecken springen soll, bevor du die Tiefe überprüft hast. Eine einfache Eselsbrücke für die erlaubte Wassertiefe: zum Bauchnabel oder bis zur Badehose. Das gilt besonders für offenes Wasser. Bleibt außerdem immer in den eventuell gekennzeichneten Badezonen. Achte auch auf Strömung und Wind, sie können das Schwimmen erschweren oder gefährlich machen. Deshalb sollten auch größere Kinder niemals alleine im offenen Wasser schwimmen.

